Verkehrsrecht

Seit 1999 beraten und vertreten wir Mandanten bei der Regulierung von Ersatzansprüchen aus Verkehrsunfällen und verteidigen diese Im Rahmen von straßenverkehrsrechtlichen Bußgeld- und Strafverfahren.

Unfallregulierung

Wir übernehmen die komplette Korrespondenz mit der Kfz-Versicherung des Unfallgegners und auf Wunsch außerdem die Korrespondenz mit allen weiteren für die Schadensregulierung relevanten Beteiligten, wie z.B. der eigenen Kfz-Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung, der Rechtsschutzversicherung, Zeugen, Sachverständigen, Werkstätten, Ärzten, der Bußgeldstelle, der Polizei oder der Staatsanwaltschaft.
Ziel ist es, den Ausgleich der Schäden schnellstmöglich und ohne ungerechtfertigte Abzüge zu erreichen. Im Idealfall ist dadurch außer einer Besprechung im Rahmen der Auftragserteilung keine weitere Tätigkeit des Mandanten im Zusammenhang mit der Schadensregulierung erforderlich.
Sollte der Unfallgegner unberechtigte Ersatzansprüche geltend machen, wirken wir auf Wunsch auf die Abwehr dieser Ansprüche hin, um unsere Mandanten vor einer Belastung des eigenen Schadensfreiheitsrabattes durch die eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung zu bewahren.

Ordnungswidrigkeiten, Straftaten und Fahrerlaubnis

Außerdem verteidigen wir unsere Mandanten gegen den Vorwurf, sich im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall oder auf andere Weise gegen Bußgeldvorschriften oder Strafgesetze des Verkehrsrechts verstoßen zu haben. Nach einem Verkehrsunfall kann es aus mehreren Gründen zu der Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen den Fahrer kommen:

Wird bei einem Verkehrsunfall ein Mensch verletzt, führt dieses grundsätzlich zu der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
Entfernt sich ein Unfallbeteiligter vom Unfallort, ohne vorher Angaben zu seiner Person und Beteiligung gemacht zu haben, führt dieses grundsätzlich zur Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen aufgrund des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.
Kommt es aufgrund eines schweren oder leichtsinnig verursachten Verkehrsverstoßes zu einem Umfall oder steht der Fahrer eines Kraftfahrzeugs unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, drohen neben strafrechtlichen Konsequenzen außerdem die Anordnung eines Fahrverbots für mehrere Monate bis hin zur Entziehung der Fahrerlaubnis und der Anordnung einer Sperrfrist, vor dessen Ablauf keine neue Fahrerlaubnis ausgestellt werden darf.
In diesen und weiteren Fällen verteidigen wir unsere Mandanten in den Ermittlungsverfahren gegenüber der Polizei, der Staatsanwaltschaft, Verkehrsbehörden und auch vor Gericht mit dem Ziel einer frühzeitigen und schnellstmöglichen Einstellung des strafrechtlichen oder verwaltungsrechtlichen Verfahrens.

Schadensregulierung mit oder ohne Rechtsanwalt:

Nach aktuellen Untersuchungen soll es so sein, dass viele Unfallbeteiligte nach einem Unfall direkt mit dem Versicherer des Schädigers Kontakt aufnehmen, um ohne anwaltliche Beratung oder Vertretung Schadensersatz zu verlangen.
Bei Überprüfung der Ergebnisse dieser eigenen Schadensregulierungsverhandlungen zwischen den Geschädigten und dem Versicherer des Unfallgegners haben wir festgestellt, dass häufig einige Schadensersatzpositionen gar nicht geltend gemacht worden sind, da dem Geschädigten diese nicht bekannt waren. In anderen Fällen war festzustellen, dass geltend gemachte Ansprüche durch die Versicherung mangels erforderlicher Begründung nicht oder nur zum Teil reguliert wurden.
Die auf diese Weise nicht geltend gemachten oder nur gekürzt bzw. gar nicht ersetzten Ansprüche können unabhängig von dem Wert des beschädigten Pkw durchaus einige hundert Euro oder auch einige tausend Euro betragen.

Gründe dafür, dass die Schadensregulierung zunächst selbst und ohne anwaltliche Beratung eingeleitet wird, könnten sein, dass vielen Autofahrern nicht bekannt ist, dass die Rechtsanwaltsgebühren grundsätzlich vollständig von der Haftpflichtversicherung des Schädigers ersetzt werden müssen, wenn dieser allein für den Unfall haftet.
Im Falle einer Teilschuld müssen die Rechtsanwaltsgebühren immer noch in Höhe des Teiles von der Versicherung des Schädigers ersetzt werden, in dem dieser für den Unfall verantwortlich ist. Rechtsschutzversicherte Mandanten haben – abgesehen von einer eventuellen Selbstbeteiligung aus der Rechtsschutzversicherung - grundsätzlich auch dann kein eigenes Kostenrisiko für eine anwaltliche Unfallregulierung, wenn sie eine Mitschuld an dem Unfall treffen sollte.

Als weiterer Grund für die Durchführung der Schadensregulierung ohne anwaltlichen Rat kommt in Betracht, dass der Geschädigte durch einen Telefonanruf bei der Versicherung des Schädigers oder in einem Brief der Versicherung an ihn die Mitteilung erhalten hat, dass die Versicherung um eine schnelle Schadensregulierung bemüht sei. Daraus schließen viele Unfallgeschädigte, dass die Versicherung alle Schäden in dem von dem Geschädigten erwarteten zeitlichen Rahmen und in der erwarteten Höhe ersetzen wird. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Schadensregulierung wird dann häufig festgestellt, dass die Schadensregulierung einerseits erheblich länger dauert als von ihm erwartet und andererseits teilweise erhebliche Differenzen bei der Höhe der ersetzten Schadenspositionen bestehen. Häufig erfolgt zu diesem Zeitpunkt doch noch die Einschaltung eines Rechtsanwaltes durch den Geschädigten.

Die Schuldfrage war bereits am Unfallort geklärt:

Häufig besteht über die Schuldfrage am Unfallort noch Einigkeit, da einer der Unfallbeteiligten - manchmal sogar in Gegenwart von Zeugen oder der Polizei - ausdrücklich sagt, dass der Unfall allein von ihm verursacht worden sei.
Nicht selten entsteht in solchen Fällen allerdings einige Tage nach dem Unfall überraschend Streit über die Verursachung des Unfalls selbst oder zumindest über die Erstattungspflicht einzelner Schadensersatzpositionen. Dieses kann allein daraus resultieren, dass die Versicherungen nicht an die Aussagen und Einschätzungen der Haftung durch ihren Versicherungsnehmer gebunden sind und selbst beurteilen dürfen, wer nach ihrer Auffassung für den Unfall Schadensersatz leisten muss.
In solchen Fällen kommt es darauf an, dass die Beweise aus dem Unfall vor der Reparatur so gut gesichert werden, dass notfalls auch später in einem Gerichtsverfahren der Unfallverlauf von einem Sachverständigen rekonstruiert und dadurch nachgewiesen werden kann. Allein aus diesem Grund empfiehlt es sich, auch bei anscheinend am Unfallort bereits geklärter Schuldfrage, rechtzeitig anwaltlichen Rat einzuholen, damit darauf hingewirkt werden kann, dass die Schäden bestmöglich gesichert und unter Mitteilung aller erforderlichen Angaben geltend gemacht werden können.
Nachfolgend werden beispielhaft einige der Begriffe aufgeführt, welche im Rahmen einer Unfallschadenregulierung zu prüfen, zu berechnen und geltend zu machen sind:

Abschleppkosten, Entsorgungskosten, Ersatz entgangener Dienste, Ersatz vermehrter Bedürfnisse, Ersatzteilaufschläge (UPE), Heilbehandlungskosten, Merkantiler Minderwert, Mietwagenkosten, Nebenkostenpauschale, Nutzungsausfall, Reparaturkosten (tatsächliche oder fiktive), Restwert, Rückstufungsschaden, Sachverständigenkosten, Schmerzensgeld, Standkosten, Unterhaltsschaden, Ummeldungskosten, Verdienstausfall, Verbringungskosten und Wiederbeschaffungsaufwand.

Allein- oder Mitverschulden:

Bei fast jedem Verkehrsunfall ist für einen Rechtsanwalt zu prüfen, ob der Unfall von einem oder mehreren Unfallbeteiligten verursacht wurde.
Dieses liegt daran, dass grundsätzlich nur derjenige 100 % seiner Schäden ersetzt verlangen kann und keinen Teil an den Schäden des Unfallgegners tragen muss, der nicht selbst gegen Verkehrsregeln verstoßen hat und die Kollision nicht durch eigenes frühzeitiges anderes Handeln hätte verhindern können. Eine Mitverursachung liegt daher auch dann vor, wenn das vermeintliche Opfer des Unfalls trotz der Verkehrsverstoßes des Anderen den Unfall durch frühzeitigeres bremsen oder ausweichen hätte verhindern können.

Es ist daher nach einem Unfall immer empfehlenswert, überprüfen zu lassen, ob ein Fall der Allein- oder der Mitschuld vorliegt. Im Falle der Mitschuld mehrerer Unfallbeteiligter reicht bereits eine geringe Mitschuld von z.B. 25 % aus, damit der vermeintliche Schädiger erhebliche Beträge des Schadens an dem Pkw des anderen nicht ersetzen muss oder der vermeintliche geschädigte sogar Zahlungen an den Schädiger vornehmen muss, da auch dieser zum Teil Ersatz der Schäden an seinem Pkw verlangen kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass jede Zahlung der eigenen Haftpflichtversicherung an die Gegenseite normalerweise eine Rückstufung in der Zahl der schadensfreien Jahre in der Haftpflichtversicherung und somit eine zukünftig faktisch höhere Versicherungsprämie nach sich zieht. Nicht nur die Durchsetzung eigener Ersatzansprüche ist daher bedeutend, auch die Abwehr gegnerischer unberechtigter Ansprüche liegt im eigenen Interesse eines Unfallbeteiligten und sollte nicht vernachlässigt werden.

Nicht ohne meinen Anwalt:

Die Schadensregulierung mit der Versicherungsgesellschaft des Schädigers ohne eigene anwaltliche Beratung durchzuführen, ist nach unserer Auffassung aus oben genannten Gründen nicht zu empfehlen.
Diese Vorgehensweise bedeutet im Ergebnis nichts anderes als zu erwarten, dass die Versicherung, welche den Schaden bezahlen soll, dieses freiwillig und vollständig erledigen wird und gegebenenfalls den Anspruchsteller auch darauf hinweist, falls er die Geltendmachung von Schadensersatzpositionen vergessen haben sollte oder zu niedrige Ersatzforderungen stellt.

Quellen:
Statistisches Bundesamt Deutschland und DAV Deutscher Anwaltverein

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